Stichworte zum Herrschaftssystem des Nationalsozialismus

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Die folgenden Ausführungen hatten als ursprünglich freier Kurzvortrag bei der Jahrestagung des Wirtschaftshistorischen Ausschusses des Vereins für Socialpolitik im Frühjahr 2003 den Zweck, bestimmte Argumente aus dem Diskurs der Historiker in die Diskussion der Wirtschaftshistoriker über die Wirtschaftspolitik des Nationalsozialismus einzubringen. [1] Einen Anspruch auf Vollständigkeit oder besondere Originalität habe ich damit nicht verbunden. Die verkürzte Darstellungsweise ist beibehalten worden, um deutlicher Anknüpfungspunkte für die Diskussion zu bieten.

Zwei frühe Sichtweisen erscheinen unzulänglich[2]:

a) Die intentionalistische Sichtweise: Sie unterstellt ein monolithisches System, in dem ein

starker, allwissender Diktator konsequent seinen Willen bis an die Basis durchsetzte. Die Hauptkritik an dieser Position besteht darin, dass sie über weite Strecken empirisch nicht haltbar ist und viele typische Züge der NS-Herrschaft nicht zu erklären vermag. Sie stellt erkennbar eine Projektion des Führermythos dar – mit einer gewollten oder zumindest in Kauf genommenen Entlastungsfunktion für die überlebenden Zeitgenossen des Dritten Reichs.

b) Die funktionalistische Sichtweise: Sie geht von einem polykratischen Sytem aus. Ein schwacher Diktator („Charaktermaske“) lavierte zwischen den miteinander rivalisierenden Machtblöcken Wirtschaft, Armee, Partei/ SS und staatlicher Bürokratie. Charakteristisch sei das Nebeneinander von Normen- und Maßnahmen-Staat. Das „Geflecht sich durchkreuzender Steuerungsimpulse“[3] führte zu einem Herrschaftssystem, das Kershaw als „chaotisch“[4] bezeichnet.

Die Kritik dieser Sichtweise betont, dass auch sie nicht alle beobachtbaren Prozesse und Entscheidungen verständlich mache, insbesondere nicht die für den NS typischen Prozesse zunehmender Radikalisierung der Gewaltanwendung in bestimmten Bereichen (z. B. „Rassenpolitik“, Euthanasie, Judenverfolgung und Holocaust). Konsequentes politisches Handeln werde ignoriert. Zudem werde einerseits die relative Autonomie von Organisationen überschätzt, andererseits die auf seine Popularität gestützte Führungsstärke Hitlers in vielen entscheidenden Situationen unterschätzt.

Beide Sichtweisen sind nicht bar jeder Evidenz. „Zu einer Erklärung des Dritten Reiches gehören sowohl die ‚Intention’ als auch die ‚Struktur’ als wesentliche Elemente dazu und bedürfen einer Synthese, statt einer Spaltung in ein Gegensatzpaar.“[5] Im Hinblick darauf erscheint es sinnvoll, als überbrückendes Theorieelement auf den Idealtyp der charismatischen Herrschaft im Sinne Max Webers abzustellen.[6] Danach wird im Fall der charismatischen Herrschaft dem Führer gehorcht, weil ihm zugeschrieben werden

¨     Auserwähltsein (Begnadung)

¨     außergewöhnliche Leistungsfähigkeit (Heldentum)

¨     magische Kräfte (Wunder)

Charisma muss sich immer wieder bewähren, denn seine Anerkennung durch die Beherrschten „ist psychologisch eine aus Begeisterung oder Not und Hoffnung geborene gläubige, ganz persönliche Hingabe.“[7] In der deutschen Bevölkerung hatten die Katastrophen der vorausgegangenen zwei Jahrzehnte (Zusammenbruch des Kaiserreichs und seines Wertesystems; der Versailler Vertrag zerstörte das ohnehin gefährdete Selbstwertgefühl der Deutschen; Inflation, verbunden mit der faktischen „Enteignung“ großer Gruppen; Weltwirtschaftskrise und zunehmende allgemeine Verarmung; „Versagen“ der Demokratie in den Augen großer Teile des deutschen Volkes) in den frühen 1930er Jahren zweifellos die sozialpsychologischen Voraussetzungen für die Sehnsucht nach charismatischer (starker) Führung geschaffen. Nach der als „Revolution“ inszenierten und fortan propagandistisch überhöhten Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Jahre 1933 nahm „das deutsche Selbstgefühl (…) rauschhafte Züge an, die in einer kultischen Selbstvergötterung gipfelten.“[8] Dem entsprach ein aggressives, rassistisch begründetes Sendungsbewusstsein der Deutschen, das sie vor allem gegenüber Minderheiten im eigenen Land, besonders gegenüber den Juden, aber auch den Sinti und Roma oder den Behinderten, auslebten, aber auch gegenüber den slawischen Nachbarn. Die Hoffnung in einen charismatischen Führer entsprang schmerzenden Ohnmachtsgefühlen und einer pathetisch stilisierten Vereinsamung des deutschen Volkes in einer Welt von Feinden.

Neben die charismatische Herrschaft stellt Weber die rationale und die traditionale als Alltagsformen der legitimen Herrschaft.[9] Charismatische Herrschaft ist dagegen außeralltäglich und „irrational im Sinn der Regelfremdheit“.[10] Das Bemühen, solche Herrschaft auf Dauer zu stellen, impliziert eine Veralltäglichung des Charismas, die im Grunde unmöglich ist, verursacht also spezifische Probleme. Der charismatische Führer wird deshalb versuchen, den permanenten Ausnahmezustand herzustellen, z. B. durch Behauptung einer ständigen Bedrohung von außen und/ oder von innen.[11] Die Bevölkerung wird auf diese Weise verunsichert und schart sich um den Führer. Krieg nach außen und Verfolgungsmaßnahmen im Innern erscheinen gerechtfertigt. Demokratische Abstimmungsprozesse, rechtsförmige Verfahren, kontrollierbares Verwaltungshandeln und Schutz der Individualrechte wirken hinderlich und werden möglichst umgangen bzw. überspielt.

Für die charismatische Herrschaft ist typisch das Nebeneinander von strikten Befehlsbeziehungen mit dem Führer an der Spitze und unklarer Verwaltungsorganisation. Hitler z. B. neigte dazu, im Fall von Schwierigkeiten mit dem überkommenen Verwaltungsapparat „bestehende Institutionen zu umgehen oder zu zerschneiden und neue Einrichtungen zu schaffen, die ihre Vollmachten direkt von ihm als Führer erhielten und allein von seiner Autorität abhängig waren. Das führte zwangsläufig dazu, dass sich die Zentralregierung langsam auflöste (…) und schließlich in eine Vielzahl von konkurrierenden und nicht koordinierten Ministerien, Parteistellen und halbstaatlichen Stellen zerfiel, die alle für sich beanspruchten, den Willen des Führers richtig zu deuten.“[12] Bindungen an die legitimierten Strukturen von Staat und Gesellschaft akzeptierte Hitler nie. Für ihn zählte letztlich nur die über eigene Begegnungen und Erfahrungen gestiftete persönliche Loyalität einzelner Menschen, besonders die seiner Gauleiter, die er etwa in der Rolle als Reichsstatthalter stets in ihrer Konkurrenz zu den eigentlich zuständigen Ministerien stützte.[13]

Eine besondere Funktion erhielten in diesem Zusammenhang die persönlichen Bevollmächtigten. „Führerimmediate Sonderbeauftragte sollten die Durchsetzung bereichsspezifischer Rationalitätskriterien in Aufgabenfeldern mit akut gesteigertem Handlungsbedarf ermöglichen. (…) Indem sie die Präsenz des Diktators virtuell vervielfachten, erlaubten sie es Hitler, Machtressourcen an bestehenden bürokratischen Strukturen und Kompetenzverteilungen vorbei auf ihm vordringlich erscheinende Problemfelder zu lenken und seinen Willen an beliebigen Orten zur Geltung zu bringen, ohne sich dabei mit den Mühen kontinuierlichen Regierungshandelns zu belasten.“[14] Schon Broszat hat diese Funktion an dem am 30. 6. 1933 zum „Generalinspekteur für das deutsche Straßenwesen“ ernannten Fritz Todt herausgearbeitet.[15] Um das Projekt „Reichsautobahn“ möglichst rasch, unbürokratisch und effizient realisieren zu lassen, installierte Hitler Todt in bewusster Übergehung und Schwächung des Reichsverkehrsministers, stattete ihn sogar mit den Befugnissen einer obersten Reichsbehörde aus und unterstellte ihn sich direkt. Damit war der Prototyp des Sonderbevollmächtigten geschaffen. Süß analysiert diese Funktion am Beispiel des u. a. für die Euthanasie verantwortlichen Karl Brandt und macht dabei eindrucksvoll deutlich, welche Rolle die Sonderbevollmächtigten im Prozess der Veralltäglichung der charismatischen Herrschaft spielten.

Mit Hilfe der Sonderbevollmächtigten, die Hitlers Willen öffentlichkeitswirksam im Rahmen ganz bestimmter herausgehobener Projekte zur Geltung brachten, und einer im übrigen distanzierten „Führung in Alltagsangelegenheiten“ sowie mit dem „Hinauszögern von Entscheidungen, solange sich die Situation nicht größtenteils von selbst geklärt hatte“[16], konnte der Führer die für die öffentliche Wahrnehmung extrem wichtige Rolle als über dem Parteienhader und dem Alltagsgeschäft angesiedelte, sich nur den wirklich bedeutsamen Dingen widmende oberste Instanz ausfüllen. Diesem Wunsch der breiten Bevölkerung dienten die Redensarten: Davon hat der Führer nichts gewusst, oder: Wenn das der Führer wüsste! „Die beanspruchte Monokratie verstärkt sich strukturell durch die anarchische Polykratie„.[17] Die Initiativen der Akteure auf den verschiedenen Herrschaftsebenen (in Verwaltung und Partei) forderten beeindruckende „letzte“ Entscheidungen des Führers heraus, die stets erst erfolgten, wenn sich eine Seite durchgesetzt hatte. Seinen sozialdarwinistischen Instinkten folgend, schlug sich Hitler dann regelmäßig auf die Seite der „Sieger“.

Gleichzeitig ging es bei diesen Entscheidungen stets auch um die Bestätigung bzw. Wiederbegründung der Bewunderung der Größe, Weitsicht und Überlegenheit des „Führers“ und seines Regimes durch die Bevölkerung, also um die Wiederbelebung des Charismas. Dazu gehörten, um nur die Großereignisse zu erwähnen, die politisch extrem riskanten Aneignungen ehemals zum Reich gehörender oder von ihm beanspruchter Territorien (Saarland; Böhmen; Österreich) und die als Eroberungs- und Beutezüge angelegten Kriege. Bei diesen Aktionen wurde stets Gewalt rücksichtslos und in großem Stil angewendet. Zwar stärkten die anfänglichen Erfolge das Selbstbewusstsein der zutiefst verunsicherten und aus vielerlei Gründen gekränkten Deutschen. Doch stets waren mit den Aktionen auch Furcht und Schrecken verbunden, selbst so lange, wie es „gut ging“ und sich die Aktionen noch nicht zum Desaster auswuchsen. Zur Erfahrung des Regimes und seines „Führers“ gehörte die latente Angst. Die zur Schau gestellte und beispielsweise in der Jugenderziehung geradezu kultivierte Aggressivität konnte sich ja gegen jeden richten. Das hatte das Nazi-Regime von Beginn an klar gemacht, nicht zuletzt durch die Zwangsmaßnahmen, Demütigungen und Morde im Zusammenhang mit der Ausschaltung von KPD, SPD und Gewerkschaften im Frühjahr 1933 und dann sogar in den eigenen Reihen beim so genannten Röhm-Putsch 1934. Seitdem wussten die Deutschen, dass unter der Oberfläche von „Volksgemeinschaft“ und inszenierten Idyllen verschiedenster Art Konzentrationslager, Folter und Tod lauerten. Deshalb wurde es notwendig, im Interesse der eigenen seelischen Balance das Wegsehen und Weghören zu lernen, das Nicht-Hinterfragen. Man genoss die schöne Oberfläche, wenn auch mit wohligem Schauder.[18] Und ebenso akzeptierten die meisten Deutschen die behaupteten Gründe im Zusammenhang mit den sich ständig verschärfenden Maßnahmen gegen so genannte Volksfremde, vor allem gegen die Juden (sie sind zu unbescheiden, also selbst schuld; Weltverschwörung des Judentums), aber auch  gegen Sinti und Roma sowie gegen die zu „Ballast-Existenzen“ erklärten Behinderten und Geisteskranken. Was genau mit ihnen passierte, wollte man nicht wissen. Den eingeweihten Anhängern andererseits imponierte die „Konsequenz“ der Radikalisierung, der man durch eigene Aktivitäten vorauszueilen sich bemühte. So arbeiteten „Führer“ und Gefolgschaft gegen die Veralltäglichung des Charismas, gegen die ständig drohende Wirkungslosigkeit.

„Hitlers personalisierte Herrschaftsform ermutigte seine Anhänger zu radikalen Initiativen von unten und bot solchen Initiativen Rückendeckung, solange sie mit seinen grob definierten Zielen auf einer Linie lagen“.[19]Das ist die im Rahmen des Theorems der charismatischen Herrschaft systematisch einzuordnende Erklärung für viele der lange Zeit schwer verständlichen kumulativen Radikalisierungsprozesse der NS-Politik. Dieser Erklärungsansatz ist besonders fruchtbar im Hinblick auf die bis zum Holocaust gesteigerte Judenverfolgung, in die eine Vielzahl von Plänen und Forderungen der unterschiedlichsten Personen und Institutionen eingebracht wurden, meist ohne Aufforderung oder gar Befehl, und ebenso in Bezug auf die Euthanasie. So genügte ein Brief Hitlers an den Reichsleiter Bouhler sowie an seinen Leibarzt Brandt im Oktober 1939 mit einer Ermächtigung, bestimmten Geisteskranken den „Gnadentod zu gewähren“, um die als Euthanasie umschriebenen Krankenmorde durch Ärzte und Pflegepersonal auszulösen, denen bis Kriegsende wahrscheinlich mindestens 200.000 Menschen zum Opfer fielen. Gemordet wurde sogar noch weiter, nachdem im August 1941 die Euthanasie-Aktion offiziell für beendet erklärt worden war.[20] Diese Radikalisierungen konnten wiederum nur stattfinden in einer Gesellschaft, in der „dem Führer entgegenarbeiten“ und „kompulsive Konformität[21] zu Verhaltensmaximen der meisten Deutschen geworden waren. Auf diese Weise wurde innerhalb extrem kurzer Zeit der Nationalsozialismus „ein sich zu einer Verbrechensgesellschaft veralltäglichendes charismatisches Regime.“[22]


[1] Die hier etwas erweiterte Version ist ursprünglich zusammen mit den übrigen Kurzvorträgen veröffentlicht worden im Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte (2004/ 2), S. 229-232.

[2] Vgl. vor allem Kershaw, I.: Der NS-Staat. Geschichtsinterpretationen und Kontroversen im Überblick. Neuausgabe, Reinbek 1994, sowie die knappe Gegenüberstellung verschiedener Sichtweisen bei Johnson, E. A.: Nazi Terror. The Gestapo, Jews, and Ordinary Germans. New York 1999, S. 9ff.

[3] Herbst, L.: Nationalsozialistische Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik. In: Sösemann, B. (Hg.): Der Nationalsozialismus und die deutsche Gesellschaft. Einführung und Überblick. Stuttgart u. München 2002, S. 175.

[4] Kershaw: Der NS-Staat, S. 129.

[5] Kershaw: Der NS-Staat, S. 146.

[6] Dies Theorem wurde schon früh bei der Interpretation des NS bemüht, z. B. von Nyomarkay, J.: Charisma and Factionalism in the Nazi Party. Minneapolis 1967. Auch Kershaw bedient sich desselben, allerdings eher beiläufig, ohne das damit verbundene zusätzliche Erklärungspotenzial besonders herauszustellen; vgl. Kershaw: Der NS-Staat, S. 128-147. Das haben ganz ausdrücklich Lepsius und anschließend mehrere andere Forscher getan, vgl. Lepsius, R. M.: Das Modell der charismatischen Herrschaft und seine Anwendbarkeit auf den „Führerstaat“ Adolf Hitlers. In: Ders.: Demokratie in Deutschland. Soziologisch-historische Konstellationsanalysen. Göttingen 1993, S. 95-118.

[7] Weber, M.: Wirtschaft und Gesellschaft. Studienausgabe, Tübingen 1972, S. 140.

[8] Max Rychner: Einsames Deutschland. In: NZZ v. Okt. 1933, zit. nach Lepenies W.: Einsames Deutschland. In: Süddeutsche Zeitung v. 22./23.2.03.

[9] Vgl. Weber: Wirtschaft und Gesellschaft, S. 124-134.

[10] Weber: Wirtschaft und Gesellschaft, S. 141.

[11] Gewisse Ähnlichkeiten mit dem politischen Stil der Bush-Administration in den USA seit dem September 2001 scheinen dem Verfasser nicht zufällig und auch nicht nur äußerlich zu sein. Wobei zu betonen ist, dass das derzeitige Regierungssystem der USA keineswegs insgesamt als charismatische Herrschaft gedeutet werden soll.  Diese Tendenzen finden sich gegenwärtig jedoch auch bei vielen autokratisch beherrschten Staaten des Nahen und Fernen Ostens. Und sie prägten den US-Wahlkampf des Donald Trump im Jahre 2016.

[12] Kershaw: Der NS-Staat, S. 134.

[13] Vgl. Kershaw: Der NS-Staat, S. 134ff.; Broszat, M.: Der Staat Hitlers. Grundlegung und Entwicklung seiner inneren Verfassung. München 1969, S. 326ff.

[14] Süß, W.: Der beinahe unaufhaltsame Aufstieg des Karl Brandt. Zur Stellung des ‚Reichskommissars für das Sanitäts- und Gesundheitswesen’ im gesundheitspolitischen Machtgefüge des ‚Dritten Reiches’. In: Woelk, W., u. Vögele, J. (Hg.): Geschichte der Gesundheitspolitik in Deutschland. Berlin 2002, S. 199.

[15] Vgl. Broszat: Der Staat Hitlers, S. 328-332.

[16] Kershaw: Der NS-Staat, S. 136.

[17] Lepsius: Das Modell der charismatischen Herrschaft, S. 114.

[18] Vgl. zu diesem Abschnitt vor allem Brockhaus, G.: Schauder und Idylle. Faschismus als Erlebnisangebot. München 1997; Friedländer, S.: Kitsch und Tod. Der Widerschein des Nazismus. Erw. Neuausgabe Frankfurt/ M. 1999; Peukert, D.: Volksgenossen und Gemeinschaftsfremde. Anpassung, Ausmerze und Aufbegehren unter dem Nationalsozialismus. Köln 1982; Reichel, P.: Der schöne Schein des Dritten Reiches. Faszination und Gewalt des Faschismus. München u. Wien 1991.

[19] Kershaw, I.: Hitler 1889-1936. Stuttgart 1998, S. 666.

[20] Vgl. Süß, W.: Krankenmord. Forschungsstand und Forschungsfragen zur Geschichte der nationalsozialistischen „Euthanasie“. In: Bauer, T., u. Süß, W. (Hg.): NS-Diktatur, DDR, Bundesrepublik. Drei Zeitgeschichten des vereinigten Deutschland. Werkstattberichte. Neuried 2000, S. 47-86, bes. S. 47-50 u. 63-71.

[21] Kershaw: Hitler 1889-1936, S. 663; zur Kategorie der „kompulsiven Konformität“ und ihrer struktur-funktionalen Verortung vgl. Parsons, T.: The Social System. New York 1951, S. 283-325.

[22] Gerhardt, U.: Charismatische Herrschaft und Massenmord im Nationalsozialismus, in: Geschichte und Gesellschaft, 24 (1998), S. 537.

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